Skip to footer
Coupole du Palais de Justice de Bruxelles 04
Photo: Illustrative image — Photo: M0tty, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

business

BGH präzisiert Auskunftsrechte bei Schufa-Bonitätsscores

Der BGH präzisiert Auskunftsrechte bei Schufa-Bonitätsscores und hebt zuvor verbraucherfreundliche Urteile auf.

Updated 2 min read

Key points

  • Der BGH verlangt für Auskunftsrechte den Nachweis maßgeblicher Nachteile, wobei ein zeitlicher Zusammenhang als Vermutung ausreichen kann.
  • Die Schufa nutzt laut NDR und Süddeutscher Zeitung weiterhin Daten aus ihrem alten Score-System.
  • Ein neuer Paragraph im Bundesdatenschutzgesetz erzwingt ab dem 20. November mehr Transparenz bei den einflussreichsten Score-Kriterien.

Why it matters. Verbraucher müssen künftig Nachteile nachweisen, um Einblicke in die Score-Berechnung zu erhalten, während ein neues Gesetz die allgemeine Transparenz erhöhen soll.

Der Bundesgerichtshof hob am Mittwoch in vier Verfahren Urteile des OLG Dresden zugunsten von Verbrauchern auf. Die Schufa muss detaillierte Auskünfte nur gewähren, wenn Kunden maßgebliche Nachteile durch den Score nachweisen können. Das Unternehmen bewertet laut eigenen Angaben 68 Millionen Menschen in Deutschland. Ab dem 20. November verpflichtet ein neues Gesetz Auskunfteien zur präzisen Erläuterung einflussreicher Kriterien.

Latest updates

BGH präzisiert Auskunftsrechte bei Schufa-Bonitätsscores

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einer aktuellen Entscheidung die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Zugriff auf Schufa-Daten konkretisiert. Zuvor verbraucherfreundliche Urteile wurden teilweise aufgehoben. Dennoch wird definiert, unter welchen Voraussetzungen Bürger detaillierte Informationen über die Berechnung ihres Scores verlangen können. Die Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die Transparenzpflichten der Auskunftei.

BGH-Urteil: Entscheidung zu Transparenz bei Schufa

Immer wieder gibt es Kritik am Score-System der Schufa. Zu undurchsichtig, lautet der Vorwurf. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden: Unter bestimmten Voraussetzungen muss die Schufa über die Berechnung informieren. Von Anne Stein. Immer wieder gibt es Kritik am Score-System der Schufa. Zu undurchsichtig, lautet der Vorwurf. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden: Unter bestimmten Voraussetzungen muss die Schufa über die Berechnung informieren. Von Anne Stein, ARD-Rechtsredaktion Für Banken oder Vermieter ist der Schufa-Score ein Mittel, um einschätzen zu können, ob ein Vertragspartner zahlen kann oder nicht. Um den Score zu erstellen, sammelt die Schufa Verbraucherdaten. Das Problem ist aber: Wie genau er gebildet wird, bleibt bislang meist undurchsichtig. Verbraucheranwalt Thomas Schulte, der sich gut mit dem Thema auskennt, vergleicht den Schufa-Score mit einer Schulnote: "Und da möchte man natürlich als Schüler auch wissen, wie sind denn die Dinge gewichtet worden, wie ist es überhaupt dazu gekommen." Es gehe nicht darum, jedes Detail zu erfahren, aber man wolle als Verbraucher schon wissen: "Wenn ich mich so und so verhalte, wenn ich das und das mache, dann steigt oder fällt meine Kreditwürdigkeit", so Schulte. Privatpersonen wollten Auskunft über Score-Berechnung Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) über die Klagen von vier Privatpersonen entschieden. Auch sie wollt.

BGH verpflichtet Schufa zu mehr Transparenz beim Scoring

In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Transparenzpflichten der Schufa verschärft. Das Gericht reagierte damit auf langjährige Kritik an der Undurchsichtigkeit des Scoring-Systems. Künftig muss das Unternehmen über die methodische Berechnung der Werte informieren, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dies soll die Rechte der Verbraucher gegenüber automatisierten Kreditprüfungen stärken.

Sources