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Deep Read: Zwischen BASF, Evonik und RAG: Die besondere Rolle des Michael Vassiliadis

Michael Vassiliadis kommentiert die Finanzierung von Evonik vor dem Hintergrund eines erhöhten Übernahmeangebots der BASF.

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Key points

  • BASF hat sein Angebot für die Übernahme von Evonik von 22,15 Euro auf 24 Euro pro Aktie angehoben.
  • Die RAG-Stiftung hält knapp 44 Prozent der Anteile an Evonik und ist auf die Dividenden des Konzerns angewiesen.
  • Michael Vassiliadis ist gleichzeitig im BASF-Aufsichtsrat und im Kuratorium der RAG-Stiftung tätig.

Why it matters. Die Entscheidung der RAG-Stiftung über den Verkauf ihrer Anteile könnte über die Neuordnung der deutschen Chemieindustrie und die Übernahme von Evonik durch BASF entscheiden.

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE, äußerte sich letzte Woche in einem Interview zu Finanzierungsthemen bei Evonik. Er kritisierte gegenüber dem Handelsblatt, dass die RAG-Stiftung als Großaktionär zwar Dividenden beziehe, aber kein Wachstumskapital bereitstelle. BASF erhöhte unterdessen sein Übernahmeangebot für den Konzern auf 24 Euro pro Aktie nach einem ersten Gebot von 22,15 Euro Ende September.

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Deep Read: Zwischen BASF, Evonik und RAG: Die besondere Rolle des Michael Vassiliadis

Der Gewerkschafter kennt die Chemieindustrie wie kaum ein anderer. Im Evonik-Übernahmepoker mischt der IG-BCE-Chef sich immer wieder deutlich ein – welche Agenda verfolgt er? Am Freitag vergangener Woche bekam Evonik ungewöhnliche Anrufe. Analysten waren in der Leitung und wollten wissen, ob es tatsächlich Probleme mit der Finanzierung des Chemiekonzerns gebe. Evonik wies Zweifel an seiner Finanzierungskraft entschieden zurück. Ausgelöst hatte diese Unruhe am Telefon weder ein Investor noch ein Wettbewerber. Sondern ein Gewerkschafter: Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Chemiegewerkschaft IG BCE. Er hatte in einem Interview von „problematischen Finanzierungsthemen“ bei Evonik gesprochen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt stellt Vassiliadis erst einmal klar, was er mit den „Finanzierungsthemen“ gemeint hat. Nicht den Zugang des Konzerns zu Banken oder Kapitalmärkten, sondern die Rolle der RAG-Stiftung als Großaktionär: Sie sei auf die Dividenden von Evonik angewiesen, stelle dem Konzern selbst aber kein zusätzliches Kapital für Wachstum zur Verfügung. Das Missverständnis sei inzwischen auch mit Evonik geklärt. Dass sich Vassiliadis immer wieder prominent in den Übernahmepoker um Evonik einschaltet, ist kein Zufall. Der Wettbewerber BASF hatte Ende September zunächst 22,15 Euro je Aktie geboten, rund 10,3 Milliarden Euro für den Konzern. Evonik wies die Offerte als zu niedrig z.

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