
tech
ETH Zürich entwickelt Bakterien-Verfahren zum Verbinden von Sand
Forschende der ETH Zürich nutzen Bakterien, um Sand ohne Brennofen zu festen Bauteilen zu verbinden.
Key points
- Die Bakterien Sporosarcina pasteurii produzieren das Enzym Urease, das Harnstoff abbaut.
- Das Verfahren wurde an der Architekturbiennale 2025 in Venedig während sechs Monaten eingesetzt.
- Festigkeit, Haltbarkeit und das Verhalten bei grossen Bauteilen müssen laut Artikel noch weiterentwickelt werden.
Why it matters. Die Technologie könnte den ökologischen Fussabdruck der Bauindustrie verkleinern, doch Festigkeit und Haltbarkeit müssen noch verbessert werden.
Karen Antorveza Paez von der ETH Zürich verbindet Sandkörner mit Bakterien bei Raumtemperatur zu architektonischen Bauteilen. Das Bakterium Sporosarcina pasteurii bildet das Enzym Urease, und in Gegenwart von Kalzium wachsen Kalzitkristalle zwischen den Körnern. Der Prozess dauert zwei bis fünf Tage und braucht keinen Brennofen, während Zementrohstoffe über 1000 Grad erhitzt werden müssen. Biobeton ähnelt bislang eher einem Mörtel als einem tragenden Baustoff.
Latest updates
ETH Zürich entwickelt Bakterien-Verfahren zum Verbinden von Sand
Forschende der ETH Zürich nutzen Bakterien, um Sand zu festen Bauelementen zu verbinden. Zement, der Hauptbestandteil von Beton, verursacht laut SRF hohe CO₂-Emissionen, da Rohstoffe auf über 1000 Grad erhitzt werden müssen. Bei der Umwandlung von Kalkstein wird zusätzlich Kohlendioxid freigesetzt. Die Technologie könnte deshalb den ökologischen Fussabdruck der Bauindustrie verkleinern. Die Branche ist nach Einschätzung des Berichts trotz Fortschritten noch weit von der Klimaneutralität entfernt.