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EU-Parlament plant eigene Regeln für Abschaltung von Kupfernetzen
Das EU-Parlament plant mit dem Digital Networks Act eigene Regeln für die Abschaltung von Kupfernetzen.
Key points
- Der Entwurf definiert Netzwerke mit sehr hoher Kapazität durch Datenraten von über 1000 Mbit/s Download und 200 Mbit/s Upload.
- Große Anbieter mit mehr als zwei Prozent des EU-Datenverkehrs sollen zur Verhandlung über Zusammenschaltungen verpflichtet werden.
- Die Glasfaser muss laut Entwurf nicht zwingend bis zum Netzabschluss geführt werden, sondern nur bis zur serving location.
Why it matters. Die Neuregelung könnte den Übergang zu Glasfasernetzen beschleunigen und die Regulierung großer Datenverkehrsverursacher in der EU verschärfen.
Das EU-Parlament veröffentlichte am Mittwoch einen Entwurf zum Digital Networks Act zur Neuordnung des Telekommunikationsmarktes. Der Text sieht vor, dass Regeln zur Kupfernetzabschaltung nur dort greifen, wo sechs Monate nach Inkrafttreten noch mindestens 15 Prozent der Nutzer Kupfer nutzen. Frederic Ufer vom VATM begrüßt die Beibehaltung der Ex-ante-Regulierung, während Anbieter mit über zwei Prozent des EU-Datenverkehrs einer Interconnection-Verhandlungspflicht unterliegen sollen.
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EU-Parlament plant eigene Regeln für Abschaltung von Kupfernetzen
In einem am Mittwoch veröffentlichten Entwurfspapier hat das EU-Parlament seine Position zum geplanten Digital Networks Act (DNA) abgesteckt. Das Dokument sieht spezifische Regeln für die Abschaltung alter Kupfernetze und den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur vor. Die betroffene Telekommunikationsbranche sieht in den Vorschlägen bereits erheblichen Diskussionsbedarf. Der DNA soll als zentrales Instrument zur Modernisierung der digitalen Netze in Europa dienen. Die endgültigen Verhandlungspositionen stehen noch aus.

