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Französische Staatsanleihen steigen erstmals seit 2002 über fünf Prozent
Französische Staatsanleihen stiegen erstmals seit 2002 über fünf Prozent.
Key points
- Die Rendite für zehnjährige französische Staatsanleihen überstieg erstmals seit 2002 die Marke von fünf Prozent.
- Moody's behielt die Kreditbewertung Frankreichs bei „Aa3“ bei, stufte den Ausblick jedoch als negativ ein.
- Der Risikoaufschlag im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen ist so hoch wie seit der Euro-Krise nicht mehr.
Why it matters. Die steigenden Renditen und der hohe Risikoaufschlag gegenüber Deutschland signalisieren einen wachsenden Druck auf den französischen Finanzmarkt.
Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg in der letzten Handelswoche erstmals seit 2002 über fünf Prozent. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Papieren erreichte dabei den höchsten Stand seit der Euro-Krise. Moody's beließ die Bewertung der zweitgrößten Eurozonen-Volkswirtschaft überraschend bei „Aa3“, behielt jedoch einen negativen Ausblick bei. Padhraic Garvey von der ING Bank verglich die aktuelle Situation mit einem Zugunglück in Zeitlupe.
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Französische Staatsanleihen steigen erstmals seit 2002 über fünf Prozent
Die Rendite für zehnjährige französische Staatsanleihen ist in der letzten Handelswoche erstmals seit 2002 über die Marke von fünf Prozent gestiegen. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Anleihen erreichte damit den höchsten Stand seit der Euro-Krise. Die Ratingagentur Moody's verzichtete bislang auf eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Experten warnen jedoch, dass dies lediglich eine kurzfristige Atempause sei.
Französische Staatsanleihen erreichen Rendite-Hoch von fünf Prozent
Im Vormittagshandel am Mittwoch markierte die Verzinsung französischer Papiere ein neues 24-Jahres-Hoch von 5,00 Prozent. Marktanalysten führen diesen Anstieg auf politische Instabilität und gesellschaftliche Spannungen im Land zurück. Die Sorge über die instabilen Staatsfinanzen führt zu einer Risikoaufschlag-Erhöhung durch die Anleger. Damit erreicht die Rendite ein kritisches Niveau, das die Refinanzierung des Staates erschweren könnte.
Frankreich: Rendite französischer Staatsanleihen steigt auf über fünf Prozent
Die Sorge über die instabilen Staatsfinanzen und Ausschreitungen in Frankreich wächst. Die Rendite französischer Staatsanleihen ist so hoch wie zuletzt vor 24 Jahren. Sorge über die Staatsfinanzen, Massenproteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und vielerorts Ausschreitungen – die Lage in Frankreich ist mehr als angespannt. Nun hat die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen die Marke von fünf Prozent geknackt und damit den höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht. Dies ist also das jüngste Zeichen für die wachsende Sorge der Anleger über die Fähigkeit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, ihre angespannten Staatsfinanzen zu sanieren. In der Spitze kletterte die Rendite auf 5,002 Prozent. Zuletzt lag sie mit einem Plus von acht Basispunkten bei knapp unter fünf Prozent. »Die Gemengelage in Frankreich ist extrem komplex und beunruhigend für Investoren«, sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia, der Nachrichtenagentur Reuters. »Die gewalttätigen Proteste fallen zusammen mit einer geschwächten Regierung, die weder eine Mehrheit noch den fiskalischen Spielraum hat, um den steigenden Lebenshaltungskosten zu begegnen.« Man müsse wohl davon ausgehen, dass vor den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027 kein Haushalt mehr aufgestellt werde – geschweige denn, dass eine Reform zur Stabilisierung der Staatsfinanzen durchgesetzt werden kö.