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Immobilien: „Erfahrener Investor“ übernimmt insolventes Frankfurter Luxushotel
Immobilien: „Erfahrener Investor“ übernimmt insolventes Frankfurter Luxushotel
Key points
- Die Übergabe des Hotels erfolgte am Freitag an die britische Comer Group International.
- EU-Sanktionen gegen Miteigentümer Ali Ansari erschwerten den Verkauf; deutsche Behörden hatten die Hotelgelder eingefroren.
- Insolvenzverwalter Joachim Kühne hatte sich schon Mitte Oktober mit Comer geeinigt, die Zustimmung der Behörden fehlte aber bis zuletzt.
Why it matters. Die Übergabe zeigt, dass Sanktionsrecht den Verkauf insolventer Immobilien verzögern kann, weil Gelder eingefroren und der Zugriff des Insolvenzverwalters stark eingeschränkt sein kann.
Das Grand Hotel Gravenbruch in Neu-Isenburg hat am Freitag eine neue Eigentümerin: die britische Comer Group International. Insolvenzverwalter Joachim Kühne von der Kanzlei CMS Hasche Sigle teilte mit, dass die Zustimmung der Behörden, darunter Bundesbank und BAFA, bis zuletzt fehlte. Der iranische Geschäftsmann Ali Ansari, bisheriger Miteigentümer, steht seit dem 30. Juli unter EU-Sanktionen; deutsche Behörden hatten deshalb die Hotelgelder eingefroren.
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Immobilien: „Erfahrener Investor“ übernimmt insolventes Frankfurter Luxushotel
Für die mehr als 100-köpfige Belegschaft des Hotels bei Frankfurt gibt es wieder eine Perspektive. Eine Besonderheit hatte den Verkauf des ehemaligen Hilton-Hotels erschwert. Nach monatelanger Unsicherheit hat das Grand Hotel Gravenbruch in Neu-Isenburg eine neue Eigentümerin: Das Haus wurde am Freitag an die international tätige Comer Group International übergeben, wie Insolvenzverwalter Joachim Kühne von der Kanzlei CMS Hasche Sigle mitteilte. Eine Besonderheit hatte die Übernahme des ehemaligen Hilton-Hotels erschwert: das europäische Sanktionsrecht. Denn der iranische Geschäftsmann Ali Ansari, einer der bisherigen Miteigentümer des Hotels, steht seit dem 30. Juli unter Sanktionen der Europäischen Union (EU). Die EU wirft Ansari vor, das iranische Regime und die Revolutionswächter zu unterstützen. Infolge der EU-Sanktionen hatten deutsche Behörden die Gelder des Luxushotels eingefroren. Selbst Insolvenzverwalter Kühne hatte nur stark eingeschränkt Zugriff darauf. So hatte sich Kühne zwar schon Mitte Oktober mit der britischen Comer Group geeinigt. Doch für der Verkauf des Hotels fehlte bis zuletzt die Zustimmung der Behörden. Sanktionsbehörden mussten Verkauf genehmigen Neben der Bundesbank war das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) involviert. Kühne hatte die Behörden immer wieder aufgefordert, den Verkauf des Hotels zu ermöglichen.