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Künstliche Intelligenz treibt Energiehunger drastisch an
Der KI-Boom treibt den Strombedarf deutscher Rechenzentren drastisch nach oben, warnt der Digitalverband Bitkom.
Key points
- Rechenzentren und kleinere IT-Installationen benötigen 2026 rund 23 Milliarden Kilowattstunden Strom.
- Rund 80 Prozent der befragten Betreiber sehen begrenzte Netzanschlusskapazitäten als größte Herausforderung.
- Die Investitionen in deutsche Rechenzentren erreichen 2026 ein Rekordniveau von 23,5 Milliarden Euro, ein Plus von 57 Prozent.
Why it matters. Mangelnde Netzkapazitäten und lange Genehmigungsverfahren drohen nach Angaben von Bitkom, den Digitalstandort Deutschland auszubremsen.
Deutsche Rechenzentren und kleinere IT-Installationen benötigen 2026 rund 23 Milliarden Kilowattstunden Strom, teilt der Digitalverband Bitkom mit. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 35 bis 38 Milliarden Kilowattstunden erwartet, bis 2035 auf 56 bis 70 Milliarden; 80 Prozent der befragten Betreiber sehen die Netzanschlüsse als größte Hürde. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst fordert Entlastungen bei den Strompreisen, etwa eine Senkung der Stromsteuer.
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Künstliche Intelligenz treibt Energiehunger drastisch an
Der Boom von künstlicher Intelligenz und Clouddiensten lässt den Strombedarf deutscher Rechenzentren in den kommenden Jahren drastisch steigen. Nach Erhebungen des Digitalverbands Bitkom benötigen Rechenzentren und kleinere IT-Installationen im laufenden Jahr 2026 hierzulande rund 23 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht in etwa dem gesamten Jahresstromverbrauch von rund 6,5 Millionen Haushalten – also mehr als allen Privathaushalten in ganz Nordrhein-Westfalen oder Bayern. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 35 bis 38 Milliarden Kilowattstunden erwartet, bis 2035 könnte der Bedarf sogar auf 56 bis 70 Milliarden Kilowattstunden anwachsen. Zugleich schlägt die Branche Alarm: Mangelnde Netzkapazitäten und langwierige Genehmigungsverfahren drohen demnach zum Flaschenhals für den Digitalstandort zu werden. »Der KI-Wettbewerb ist auch ein Wettbewerb um Rechenleistung. Wer bei der Infrastruktur zurückfällt, verliert auch bei KI schnell den Anschluss«, sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst am Rande des Digitalgipfels der Bundesregierung. Um im internationalen Vergleich Schritt zu halten, forderte der Verband gezielte Entlastungen bei den Strompreisen, etwa über eine Senkung der Stromsteuer oder einen Industriestrompreis für Rechenzentren, sowie schnellere Planungsverfahren. Stromnetze als größter Bremsklotz beim Ausbau Nach Angaben des Verbands sind Engpässe bei der Stromversor.