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Interview: Neue Fertigung in Deutschland? „Da fehlt mir derzeit die Fantasie“, sagt der Chef von Stihl

Stihl-Chef Traub sieht derzeit keine Fantasie für neue Fertigungen in Deutschland und setzt auf kundengetriebene Elektrifizierung.

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Key points

  • Stihl verkauft in Deutschland fast doppelt so viele Akku- als Benzingeräte.
  • Die Elektrifizierung begann 2009 mit Heckenscheren und wurde 2015 durch Profi-Batteriesysteme beschleunigt.
  • Das Unternehmen verzichtet aufgrund mangelnder Nachfrage auf die Entwicklung benzinbetriebener Heckenscheren.

Why it matters. Die Strategie zeigt, dass eine kundenorientierte Transformation ohne Kapitalmarktdruck eine duale Technologieführerschaft ermöglichen kann.

Stihl-Chef Traub erklärte in einem Interview, dass das Familienunternehmen eine kundenorientierte Strategie zur Elektrifizierung verfolgt. In Deutschland werden fast doppelt so viele Akku- wie Benzingeräte verkauft. Seit 2009 startete die Umstellung bei Heckenscheren, während leistungsstarke Batteriesysteme für Profis ab 2015 eingeführt wurden. Benzinbetriebene Heckenscheren werden laut Traub nicht mehr entwickelt.

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Die Motorsägen-Weltmarke stellt auf Elektro um. Verbrennertechnik kommt weiter aus heimischer Produktion, die Zukunft sieht Stihl woanders. Denn Deutschland hat ein Problem, sagt Michael Traub. Herr Traub, Stihl verkauft in Deutschland fast doppelt so viele Akku- wie Benzingeräte. Warum schafft Stihl mit seinen Kettensägen, Heckenscheren und Freischneidern die Transformation zur Elektrifizierung besser als die Autoindustrie?Stihl hat als Familienunternehmen nicht ständig den Kapitalmarkt im Nacken. Wir müssen nicht gleich unsere Strategie korrigieren, wenn es mal schlechter läuft. Was unterscheidet Ihre Strategie von den Autoherstellern?Wir haben nie versucht, mit Gewalt zu elektrifizieren, wie der eine oder andere Autohersteller in unserer Nähe. Unsere Maxime ist: Nicht die Technologie bestimmt, sondern der Kunde. Unser Ziel ist klar die duale Technologieführerschaft bei Verbrenner- und Akkugeräten. Aber eben im Tempo der Kunden. Diese Strategie haben wir nie geändert. Sie haben mit dem Elektrothema aber erst sehr spät angefangen.Die Realität im Markt bestimmt unsere Strategie. Ab 2009 hat es mit Heckenscheren angefangen, weil sie mit ihrem im Vergleich zu Kettensägen deutlich geringeren Leistungsbedarf am einfachsten auf Akkubetrieb umzustellen waren. So richtig Wumms kam erst ab 2015 mit verschiedenen Batteriesystemen für Profis. Aber erst jetzt ist mit unserem neuen Akkusys.

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