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Kommentar: Der hohe Ölpreis könnte die nächste Inflationswelle auslösen
Ein hoher Ölpreis könnte eine neue Inflationswelle auslösen, da die Preise trotz staatlicher Interventionen stabil bleiben.
Key points
- Der Preis für die Ölsorte Brent erreichte in der Spitze einen Wert von rund 120 Dollar pro Barrel.
- Maßnahmen der Internationalen Energieagentur und ein Dieseldeal zwischen den USA und Russland senkten die Preise nicht.
- Alternative Transportrouten zur Straße von Hormus wurden schneller etabliert, als Experten es für möglich hielten.
Why it matters. Die mangelnde Wirkung von Preisbremsen und Reserven könnte dazu führen, dass hohe Rohstoffpreise eine neue Inflationswelle auslösen.
Analysten beobachteten zuletzt am globalen Ölmarkt eine Preisstabilität trotz staatlicher Gegenmaßnahmen. Die Sorte Brent stieg zeitweise auf rund 120 Dollar pro Barrel, während die Freigabe von Reserven der Internationalen Energieagentur sowie ein US-Russland-Dieseldeal wirkungslos blieben. Laut Experten resultiert diese Entwicklung aus einer gesteigerten Flexibilität der Märkte und neuen Transportrouten zur Straße von Hormus.
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Kommentar: Der hohe Ölpreis könnte die nächste Inflationswelle auslösen
Die Lieferketten am Ölmarkt sind fragil. Einmal gestört, sind die Folgen nur schwer zu beheben. Trotzdem unterschätzen viele Notenbanken die Inflationsgefahr noch immer. Am Ölmarkt hat sich die Stimmung gedreht: Noch vor wenigen Wochen zerbrachen sich Analysten und Experten den Kopf darüber, warum der Rohölpreis nur langsam auf den Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus reagiert. Der Preis für die Ölsorte Brent war zwar in der Spitze auf rund 120 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) geschnellt. Verglichen mit dem Schock nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine fiel der Preisanstieg jedoch moderat aus. Inzwischen treibt die Experten jedoch die Frage um, warum der Ölpreis nicht fällt, obwohl Märkte und Regierungen nichts unversucht lassen, um Öl- und Kraftstoffpreise zu senken. Doch selbst Maßnahmen wie die Freigabe von Kraftstoffreserven der Internationalen Energieagentur oder ein politisch hochumstrittener Dieseldeal zwischen den USA und Russland verpufften weitgehend wirkungslos. Es zeigt sich: Der gleiche Faktor, der den anfänglichen Ölpreis-Schock abgemildert hat, sorgt nun dafür, dass sich die Rohstoffpreise nicht erholen. Die Märkte sind nach zahlreichen Nachfrage- und Angebotsschocks, von Corona über den Ukrainekrieg bis hin zum Irankrieg flexibler geworden. In einem Tempo, das Experten kaum für möglich gehalten hatten, etablierten sich alternative Transportrou.
