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TLD-Berwerbungen: Privatwirtschaft greift nach Städtedomains
Die Privatwirtschaft beantragt bei der ICANN neue Städtedomains wie .muenchen und .frankfurt ohne Zustimmung der Städte.
Key points
- Für fast 900 der 1615 beantragten TLDs gibt es mehrere Bewerber, wobei .agent besonders beliebt ist.
- Die Europäische Zentralbank wird von Nationalbanken bei der Bewerbung um die Endung .euro unterstützt.
- Für geographische TLDs ist laut ICANN-Regeln die Zustimmung eines Landes oder einer Stadt erforderlich.
Why it matters. Die private Beantragung von Städtenamen als generische Domains könnte zu Konflikten mit kommunalen Behörden und rechtlichen Auseinandersetzungen über die Domain-Hoheit führen.
Die ICANN verzeichnete diese Woche auf einem Treffen in Bali Anträge für 1615 neue Top Level Domains. Dirk Krischenowski reichte dabei ohne Zustimmung der Kommunen gTLD-Bewerbungen für .muenchen und .frankfurt ein. Die Stadt München erklärte, dass es keine Absprachen mit dem Antragsteller gibt und die Domain als geoTLD behandelt werden müsse. Kathrin Ohlmer von dotBerlin beantragte zudem die Endungen .ber und .bln.
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TLD-Berwerbungen: Privatwirtschaft greift nach Städtedomains
Für hunderte neue Top-Level-Domains gibt es Mehrfachbewerber. Um Städtenamen wie München und Frankfurt bahnt sich Streit an. Für fast 900 der 1615 bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beantragten neuen Top Level Domains (TLDs) gibt es gleich mehrere Bewerber. Noch ungeklärt ist auch, wie sich die Städte München und Frankfurt zu privaten Bewerbungen um ihre Städtenamen verhalten werden. Am Ende könnte die gerade angelaufene Bewerberrunde deutlich kleiner ausfallen als die Runde 2012, wie Teilnehmer des ICANN-Treffens in Bali diese Woche unterstrichen. 263 Namen in der neuen Bewerberrunde bei der ICANN sind besonders umstritten. Für sie liegen insgesamt 891 Bewerbungen vor, für besonders beliebte wie .agent sogar ein Dutzend. Wer eine neue TLD erhält, kann darunter Second Level Domains mit der entsprechenden Endung an jedermann verkaufen, etwa mein.cert oder sich nur dedizierte Nutzergruppen richten, wie die von vielen Nationalbanken unterstützte Bewerbung um .euro der Europäischen Zentralbank. Die lang erwartete neue Runde könnte am Ende deutlich kleiner ausfallen als die Runde 2012, kommentiert Kathrin Ohlmer, Geschäftsführerin von dotBerlin. Das Unternehmen hinter der Hauptstadt-TLD hat Anträge für .ber und .bln gestellt. Unter beiden will man unter anderem Namen mit Berlinbezug vermarkten. BER dient etwa als IATA-Kürzel für den Flughafen Berlin .