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Der falsche Eindruck von der gefährdeten Meinungsfreiheit in Deutschland
Richard Traunmüller erklärt, die Angst vor eingeschränkter Meinungsfreiheit in Deutschland basiert auf einer falschen
Das Wichtigste
- Politikwissenschaftler Richard Traunmüller verweist auf eine Erhebung des German Internet Panel zur Wahrnehmung der Meinungsfreiheit.
- Der Anteil derjenigen, die sich unfrei fühlen, lag in den letzten drei Jahren zwischen 28 und 30 Prozent.
- Erfahrungen mit scharfer Kritik und Diffamierungen nach Meinungsäußerungen sind seit 2024 drastisch zurückgegangen.
Warum es wichtig ist. Das Verständnis, dass die Debatte oft auf spezifischen Gruppen und subjektiven Abwägungen beruht, könnte die aktuelle gespaltenen Diskussion über das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland voranbringen.
Politikwissenschaftler Richard Traunmüller erklärt in einem Beitrag für die Plattform Forschung & Lehre, dass die Wahrnehmung einer bedrohten Meinungsfreiheit in Deutschland auf eine subjektive Kosten-Nutzen-Abwägung zurückzuführen ist. Zwar fühlen sich laut einer Erhebung des German Internet Panel zwischen 28 und 30 Prozent unfrei, doch ist dieser Anteil in den vergangenen drei Jahren nicht signifikant gestiegen.
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Der falsche Eindruck von der gefährdeten Meinungsfreiheit in Deutschland
Richard Traunmüller, Politikwissenschaftler von der Plattform „Forschung & Lehre", erklärt in einem Beitrag, dass die Wahrnehmung einer bedrohten Meinungsfreiheit in Deutschland auf einer Kosten-Nutzen-Abwägung beruht. Menschen schweigen nicht wegen tatsächlicher Zensur, sondern weil sie subjektiv hohe Kosten wie Widerspruch, soziale Missbilligung oder rechtliche Konsequenzen fürchten. Wenn der erwartete Nutzen einer Äußerung diese Kosten übersteigt, äußern sich die Betroffenen dennoch frei. Die Empirie widerlegt somit den Eindruck, die Meinungsfreiheit sei faktisch nicht mehr existent.
Sources
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